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1.2.17


“Wiederverheiratete dürfen im Einzelfall zur Kommunion”

Die deutschen Bischöfe positionieren sich zu "Amoris laetitia". Das  Ergebnis: Wiederverheiratete Geschiedene dürfen Beichte und Eucharistie  empfangen - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen...

 


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11.10.15


ICH BIN GEGEN OLYMPIA IN HAMBURG
- WEIL 11 Mrd. Euro dringend gebraucht werden, um Wohnungen zu bauen
- WEIL dort, wo die Stadien entstehen sollen, Wohnungen gebaut werden können (und zwar sozial verträglich)
- WEIL ich es nicht verstehe, dass ständig unsere Ressourcen verbraucht werden, um neue Stadien zu bauen, die dann als Einwegverpackung gelten (jeder Kontinent sollte ein olympisches Zentrum haben, dass zyklisch wiederholt verwendet wird)
- WEIL ich nicht daran glaube, dass kostendeckend gerechnet wurde (der BER und die Elbphilharmonie sprechen für sich)
- WEIL ich mit Gewissheit sagen kann, dass in den kommenden Jahren mehr Flüchtlinge kommen werden
- WEIL jetzt schon die "schwarze Null" ins Wanken gerät, und weil wir viel Geld für die Integration der Flüchtlinge in den kommenden Jahren brauchen werden (sollten wir da sparen, haben wirs verbockt)
- WEIL ich nicht einsehen kann, dass nur "Werte" zählen wie: Hamburg die wachsende Stadt oder die Wirtschaft muss dadurch einen Impuls bekommen
- WEIL jetzt schon die Infrastruktur Hamburgs am Limit ist
- WEIL jetzt schon genug Großveranstaltungen in HH vorhanden sind (wir brauchen nicht noch mehr Events, die Superlative überbieten)
- WEIL es hier zwar vordergründig um den Sport geht, ich aber doch den Eindruck habe, dass sich hier eine Stadt wieder einmal profilieren möchte (ich zweifle an eine Erlebnisgesellschaft, sondern wünsche mir eine Stadt, die sich auf grundlegende Werte konzentriert)

DAS IST AUS DEM BAUCH HERAUS GESCHRIEBEN. - ABER ICH DENKE: ICH SOLLTE MICH MAL OUTEN

 

 


23.12.14


Die Weihnachtsansprache von Papst Franziskus an die Kurie

"Schlagzeilen machen sie nur, wenn sie abstürzen"

Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) dokumentiert Auszüge der im Stil eines Sündenregisters verfassten Ansprache in einer eigenen Übersetzung aus dem Italienischen:

Liebe Schwestern und Brüder,

 (...) Man kann sich die römische Kurie gut als kleines Modell der Kirche vorstellen, einen «Körper, der ernstlich jeden Tag versucht, lebendiger, gesünder, harmonischer und in sich einiger und mit Christus zu sein. (...)

Weil die Kurie ein dynamischer Körper ist, kann er nicht leben, ohne sich zu ernähren und zu pflegen. In der Tat kann die Kurie (...) nicht leben, wenn sie nicht eine lebendige, persönliche, aufrichtige und stabile Beziehung zu Christus unterhält. Ein Kurienmitglied, das sich nicht täglich von dieser Speise nährt, wird zum bloßen Funktionär: eine Rebe, die austrocknet und allmählich abstirbt und fortgeworfen wird. (...)

 Die Kurie (...) ist, wie jeder Körper, Krankheiten ausgesetzt, Fehlfunktionen, Schwäche. Ich möchte einige benennen (...). Es sind mögliche Krankheiten und Versuchungen, die unseren Dienst für den Herrn schwächen. Ich glaube, dass uns der »Katalog« dieser Krankheiten (...) helfen kann - auf der Fährte der Wüstenväter, die solche Kataloge schufen. (...) Dies wird ein guter Schritt für uns alle sein, um uns auf Weihnachten vorzubereiten.

 1. Die Krankheit, sich für "unsterblich", "unangreifbar" oder geradezu "unersetzlich" zu halten, indem die nötigen und gewohnheitsmäßigen Kontrollen außer Acht gelassen werden. Eine Kurie, die sich selbst nicht kritisiert, die sich nicht erneuert, die nicht besser werden will, ist ein kranker Körper. Ein gewöhnlicher Friedhofsbesuch kann uns helfen, die Namen so vieler Personen zu sehen, von denen manche vielleicht meinten, unsterblich, unangreifbar und unersetzlich zu sein! (...)

 2. Die Krankheit der Marta, des übertriebenen Fleißes: Es ist die Krankheit derer, die sich in die Arbeit stürzen und dabei unausweichlich »den besseren Teil« außer Acht lassen: zu den Füßen Jesu zu sitzen (...) Die Ruhezeit für den, der seine Aufgabe zu Ende gebracht hat, ist nötig, geboten und ernsthaft einzuhalten (...).

 3. Es gibt auch die Krankheit der geistigen und geistlichen "Versteinerung": die Krankheit derer, die ein Herz aus Stein haben (...), die sich hinter Papier verstecken und "Verwaltungsmaschinen" werden statt "Gottesmänner" (...). Es ist gefährlich, das nötige menschliche Mitgefühl zu verlieren, um mit den Weinenden zu weinen und sich mit denen Fröhlichen zu freuen! (...)

 4. Die Krankheit der Planungswut und des Funktionalismus. Wenn der Apostel alles haarklein plant und glaubt, dass mit einer perfekten Planung die Dinge effektiv vorangehen, wird er ein Buchhalter und Betriebswirt. Gute Vorbereitung ist notwendig, aber ohne der Versuchung zu erliegen, die Freiheit des Heiligen Geistes einschränken und steuern zu wollen (...).

 5. Die Krankheit schlechter Koordinierung. Wenn die Mitglieder untereinander ihre Gemeinschaft verlieren und der Körper seine harmonische Funktion und sein Maß einbüßt, wird er ein Orchester, das Lärm produziert, weil seine Mitglieder nicht zusammenspielen und keinen Gemeinschafts- und Teamgeist leben. (...)

 6. Es gibt auch die Krankheit des "spirituellen Alzheimer", der Vergessenheit der Heilsgeschichte, der persönlichen Geschichte mit dem Herrn (...) Das sehen wir bei denen, die die Erinnerung an ihre Begegnung mit dem Herrn verloren haben; (...); bei denen, die völlig von ihrer Gegenwart abhängen, von ihren Leidenschaften, Launen und Fimmeln (...) und so immer mehr Sklaven der Götzenbilder werden, die sie mit eigener Hand geschaffen haben.

 7. Die Krankheit der Rivalität und der Ruhmsucht - wenn das Erscheinungsbild, Kleiderfarben und Ehrenzeichen vorrangiges Lebensziel werden (...).

 8. Die Krankheit der schizophrenen Existenz. Es ist die Krankheit derer, die ein Doppelleben führen, Frucht der typischen mittelmäßigen Scheinheiligkeit und einer fortschreitenden geistlichen Leere, die akademische Lorbeeren und Titel nicht befriedigen können. Eine Krankheit, die oft jene trifft, die den Dienst des Seelsorgers aufgeben und sich auf bürokratische Aufgaben beschränken. Dabei verlieren sie den Kontakt mit der Realität (...). Sie schaffen ein Paralleluniversum, in dem sie alles ablegen, was sie andere mit Strenge lehren, und beginnen, ein verborgenes und oft ausschweifendes Leben zu führen. (...)

 9. Die Krankheit des Klatsches, des Geraunes und des Tratsches. Über diese Krankheit habe ich schon oft gesprochen und doch nie genug. Es ist eine schwere Krankheit, die leicht beginnt (...); sie ergreift den Menschen und macht ihn zu einem "Säer von Unkraut" (wie Satan) und vielfach zu einem "kaltblütigen Mörder" des Rufs der eigenen Kollegen und Mitbrüder. Es ist die Krankheit von Feiglingen, die, weil sie nicht den Mut haben, direkt zu sprechen, hinter dem Rücken reden. (...) Brüder, hüten wir uns vor dem Terrorismus des Geschwätzes!

 10. Die Krankheit, Vorgesetzte zu vergöttern: Es ist die Krankheit derer, die Obere umschmeicheln, weil sie hoffen, ihr Wohlwollen zu erhalten. Sie sind Opfer von Karrieredenken und Opportunismus (...). Es sind Menschen, die in ihrem Dienst einzig daran denken, was sie bekommen können, nicht, was sie geben müssen. Kleinliche Personen, unglücklich und nur von ihrem eigenen fatalen Egoismus beseelt (...). Diese Krankheit könnte auch die Oberen treffen, wenn sie manche Mitarbeiter umschmeicheln, um ihre Untergebenheit, Loyalität und psychische Abhängigkeit zu erhalten; aber das Endergebnis ist echte Komplizenschaft.

 11. Die Krankheit der Gleichgültigkeit gegenüber anderen - wenn jeder nur an sich selbst denkt und die Aufrichtigkeit und Wärme menschlicher Beziehungen verliert. (...)

 12. Die Krankheit der Totengräbermiene - das ist die Krankheit der Griesgrämigen und Mürrischen, die meinen, um ernst zu sein, müsse man ein schwermütiges, strenges Gesicht aufsetzen und andere - vor allem jene, die man für niedriger gestellt hält - mit Strenge, Härte und Arroganz behandeln. In Wirklichkeit sind theatralische Strenge und steriler Pessimismus oft Symptome von Angst und Unsicherheit. (...)

 13. Die Krankheit des Aufhäufens - wenn der Apostel eine existenzielle Leere in seinem Herzen zu füllen sucht, indem er Güter aufhäuft, nicht aus Notwendigkeit, sondern nur um sich sicher zu fühlen. Aber wir werden nichts Dingliches mitnehmen, denn "das letzte Hemd hat keine Taschen", und alle unsere irdischen Schätze (...) können niemals diese Leere füllen (...).

 14. Die Krankheit der geschlossenen Kreise - wo die Zugehörigkeit zum Grüppchen stärker wird als die zum Leib und, in manchen Fällen, zu Christus selbst. (...). Die Selbstzerstörung oder der «Selbstbeschuss» unserer Mitstreiter ist die heimtückischste Gefahr. (...)

 15. Und die letzte Krankheit: die des weltlichen Profits, der Zurschaustellung - wenn der Apostel seinen Dienst zu Macht umgestaltet und seine Macht zu einer Ware, um weltlichen Nutzen oder mehr Befugnisse zu erhalten. (...)

 Liebe Brüder!

 Ich habe einmal gelesen, dass Priester wie Flugzeuge sind:

Schlagzeilen machen sie nur, wenn sie abstürzen - aber unzählige von ihnen fliegen. (...) Das ist ein sympathisches, aber auch sehr wahres Wort. Es unterstreicht die Bedeutung und die Empfindlichkeit unseres priesterlichen Dienstes - und wie viel Schaden ein einziger Priester, der "abstürzt", dem ganzen Leib der Kirche zufügen kann.

 

 


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19.12.14

 


Generalleitung des Franziskanerordens in Finanzschwierigkeiten

Der Generalminister des Franziskanerordens, Michael Perry, hat alle Brüder in einem Brief vom 17. Dezember darüber informiert, dass sich die Generalleitung des Ordens in „schwerwiegenden finanziellen Schwierigkeiten“ befindet.

Der Franziskanerorden gliedert sich weltweit in über hundert lokale Provinzen, die finanziell selbständig sind. Darum sind auch die Deutsche Franziskanerprovinz und ihre Klöster und Einrichtungen von dieser Krise finanziell nicht betroffen. Die Verwaltung unserer finanziellen Mittel geschieht nach klaren ethisch-ökologischen Anlagekriterien, die immer wieder aktualisiert werden und einer jährlichen externen Prüfung unterliegen. Ebenfalls nicht betroffen sind unsere weltkirchlichen Hilfswerke wie die Franziskaner-Mission in Dortmund oder der Franziskaner-Missions-Verein in München, über die wir mit den uns anvertrauten Spendengeldern weltweit pastorale und soziale Projekte unterstützen.

Betroffen von der Finanzkrise der Generalleitung sind jene Häuser, die unmittelbar dem Generalminister unterstehen, etwa internationale Ausbildungszentren, und solche Provinzen, die vor allem in der Ausbildung ihrer jungen Brüder finanziell von der römischen Zentrale abhängig sind.

Dennoch ist der Franziskanerorden natürlich eine weltweite Solidargemeinschaft. Darum wird die Überwindung der finanziellen Schwierigkeiten eine Herausforderung für alle Provinzen sein.

Die Provinzialminister der mitteleuropäischen Provinzen, die vom Generalminister bereits vor der Veröffentlichung seines Briefes von der Finanzkrise unterrichtet worden waren, haben die Generalleitung in Rom frühzeitig aufgefordert, konsequent und mit externer Hilfe aufzuklären, wie es zu dieser für den Gesamtorden unhaltbaren Situation kommen konnte. Zugleich hoffe ich, auch im Blick auf das nächstjährige Generalkapitel, dass diese schwere Krise dazu beiträgt, sichere Kontrollmechanismen für einen transparenten und verantworteten Umgang mit unseren materiellen Gütern zu entwickeln.

P. Dr. Cornelius Bohl ofm
Provinzialminister der Deutschen Franziskanerprovinz




 

 


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Pater Thomas Ferencik ofm

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